Es gibt keine ausführliche Leseprobe bei den Online-Händlern weil die Geschichten zum Teil erotischen Inhalts sind... Das ist für mich zwar völlig unverständlich, daher gibt es von mir einen Blick ins Buch! Einfach wie bei den anderen Büchern oben in das Bild klicken.

SACHMET FLAMMENDE HERZEN

11 Kurzgeschichten
1. Auflage November 2023
ISBN: 9783758305221
194 Seiten, Print: 12,49 €
E-Book: 5,49 €

 

Klappentext SACHMET FLAMMENDE HERZEN

 

Flammende Herzen!
Die schönsten Liebesgeschichten aus der Welt von Sachmet, in jenem Augenblick erzählt, da die Helden in Erscheinung treten. Wer kennt ihn nicht, jenen sehnsüchtigen Schmerz der Liebe? Was gibt es Schöneres als die große Liebe, die einzige, die erste? Was ist tragischer als die verlorene, vergebliche Liebe und größer als Menschenliebe! Freuen Sie sich auf elf reizvolle, unterhaltsame Geschichten, mal frivol, mal tragisch, in denen sich alles um die ganz großen Gefühle meiner Helden dreht!

 

Die Entstehung der abwechslungsreichen Kurzgeschichten FLAMMENDE HERZEN ist meiner eigenen Neugier geschuldet. Ich wollte wissen, wie es dazu kam, bzw. was die Helden bewog, genau so zu reagieren, wie ich es in den SACHMET-Bänden erzähle. Und die Handlung sollte vor allem außerhalb von Bents und Annas Perspektive erzählt werden, eine andere Sicht auf die Dinge werfen. Elf unterhaltsame, mitunter frivole und tragische Geschichten erzählen unabhängig von den anderen SACHMET-Bänden davon, wie einige meiner Hauptfiguren zu ihrer Rolle kamen, was sie gerade vorher machten, wo sie herkamen oder hin wollten, aber hauptsächlich erzählen sie von der ganz großen Liebe! Sechs Episoden spielen in der Vergangenheit des alten Ägypten, die anderen Fünf in der heutigen Zeit. Die Textschnipsel und Bilder daraus entsprechen der Reihenfolge im Buch. 

Die elfte Geschichte Rahotep und die Göttin des Krieges steht in keinem Zusammenhang zu den SACHMET-Bänden; sie spielt zur Zeit von Ramses dem Großen, User Maat Re Setepenre, in Pi Ramesse

Ranofer und Samut

 

… „Die sind wie Jah, Gespenster!“, zischte Samut, wischte sich Schweiß aus dem Gesicht. „Wenn wir hier fertig sind, melden wir uns bei den Maryanni, ich bin es satt!“ Er verstummte, stierte auf den Pfeil, der sich zwischen ihm und Ranofer in den Sand bohrte. „Das war verdammtes Glück!“

„Da oben Samut! Die Wereret müssen warten! Wir müssen die Bogenschützen aufhalten! Noch einmal! Los! Die…“ Ranofer verstummte, stand unbeweglich da, Tränen in den Augenwinkeln, alles Blut aus seinem Gesicht gewichen, das Schwert kraftlos in der Hand.

„Was ist denn?“

 „Mich hat’s erwischt“, stöhnte Ranofer sich krümmend, auf ein Knie sinkend.

„Scheiße! Duck dich! Runter!“

Ein zweiter Pfeil, aus dem Hinterhalt, brutal, tief ins Fleisch, bohrte sich schmerzhaft neben den anderen in Ranofers Seite.

„Samut… hilf mir…“

„Halt durch! Ich bring dich hier weg! Macht sie fertig, Männer! Ich bringe unseren Hauptmann in Sicherheit.“ …

 

Ranofer, Samut und ihr Gefährte Montju tauchen erstmals am Rande in BLUTMOND auf, ab DIE BEIDEN HERRINNEN sind die drei Tempelwächter immer mit dabei

 

Alexander

 

… „Seit wann bist du so empfindlich?“ Lisa reichte ihm die Flasche und er trank sie fast leer. Den Rest schüttete er sich über den Kopf. „Du mußt mit dem Saufen aufhören, Lex! Seit sie… seit sie weg ist, seh' ich dich immer mehr verfallen. Du kommst vor die Hunde, Kumpel. Sie…“, Lisa wies in Richtung der Frauenleiche, „lag nicht lange da. Ein, zwei Tage, sie war zwischen dem alten, still gelegten Ausflugsboot und dem Anleger eingeklemmt, auf dessen Rost sie halb, mit dem Gesicht nach unten gelegen ist. Daher hat man sie wohl nicht gleich gesehen. Und weil die Leute hier Enten füttern, sind mehr Fische und Ratten in der Nähe der Schiffe. Deshalb sieht sie so entstellt aus.“

Lex stand auf, klopfte sich Sand von der Hose. „Was sagt unser fleißiges Bienchen?“

Ein harter unbarmherziger Griff in seine Schulter zwang Lex dazu sich aufzurichten, den Blick auf das weiße Papier eines Schutzanzuges geheftet.

Herr Herbert Bien hat noch gar nichts zu sagen, Herr Kriminalhauptkommissar!“

Lisa grinste, Lex machte ein verlegenes Gesicht. Bienchen hörte der zwei Meter Mann nicht unbedingt gerne. Der Chefpathologe lockerte seinen Vulkanier-Griff, ließ Lex los und zählte an den Fingern ab: …

 

Alex und seine Frau sind gute Freunde von Anna und Georg. An Alex‘ Geschichte schließt sich nahtlos DIE RACHE DER LÖWIN an. Der Park neben dem Staatstheater in Saarbrücken (im Bildhintergrund) ist hier Fundort eines fiktiven Mordopfers

 

 

Djehutimes

 

… Sie kam zurück, stellte ihm grantig das Bier hin, hatte sogar zwei Becher dabei. Oh ihr Götter, was war das eine Giftschlange. Gut drei Jahre älter als er. Was ja eigentlich nicht schlimm ist. Wenn sie doch bloß nicht so furchtbar häßlich wäre! Eigentlich mager wie eine Katze, augenblicklich wegen der Schwangerschaft aufgedunsen und pickelig und streitsüchtig. Die schwarze Warze mitten auf ihrer Wange ließ das herbe Gesicht nicht unbedingt schöner scheinen. Und die am Kinn noch viel weniger.

Ich muß es ihr sagen!

Im Leben nicht! Soll sie mich so sehen? Der völlige Versager?

„Was ist bloß mit dir los?“, fragte sie gerade, so friedlich und liebevoll, als rede sie mit einem ihrer gehätschelten Kinder. Ließ sich sogar dazu herab, ihm über die Wange zu streicheln, das Bier auszuschenken. Offensichtlich hatte sie vor, mit ihm gemeinsam den Abend und den Müßiggang zu genießen. Nicht auch noch das!

Obwohl …

Sie war trotz allem groben Anschein eine anständige, gepflegte Frau! Das Essen immer fertig, wenn der Gatte von der Arbeit kam, das Haus adrett, sauber und aufgeräumt, die Kinder wohlgeraten, keines seiner vier ein verfluchter Krüppel, so wie er. …

 

Djehutimes hat sich trotz seines Handicaps vom niedrigsten Tempeldiener bis hin zum Bürgermeister von Uaset emporgearbeitet. Er und seine Gattin Neferib tauchen ab Band 5, DER ZORN DES SETH auf

 

Raphael

 

… Du gottverdammtes blödes hirnverbranntes altes Arschloch! Madame suchte was zum Spielen und ich kam ihr gerade recht!

„Mein Urlaub ist vorbei, Raphael.“

Du trägst keinen Ring und ich fragte, ob jemand wartet! Du Luder lügst ohne rot zu werden! Brichst einem Mann das Herz und lachst noch dabei!

„Schade, aber sowas von!“

„Sei nicht so ironisch. Morgen habe ich eine… geschäftliche Besprechung.“

„Du wirst packen wollen. Und ich sollte endlich verschwinden. Hab schon verstanden.“

Sie setzte sich rittlings auf seinen Bauch, griff ihm liebevoll ins Haar. „Ich glaub, ich hab zuviel Champagner intus. Oder ich bin völlig durchgeknallt. Es hat mir imponiert, als du geradeheraus sagtest was du wolltest, gestern, an der Bar. Hast mich nicht dumm angemacht. Hattest eine fifty-fifty-Chance und sie genutzt. Und vorher das angeregte Gespräch mit dir hat mir gefallen. Ich würde dich sehr gerne wiedersehen. Wenn du willst, zeig ich dir am Sonntag wo ich arbeite. Ich bin das nächste halbe Jahr in Luxor.“

Damit ich springe, wenn du pfeifst? Nimm deinen entzückenden Busen aus meinem Blickfeld… hör auf zärtlich mein Haar zu streicheln, laß es, sonst sterbe ich ein zweites Mal…

 

In DIE BEIDEN HERRINNEN begegnet Anna Raphael zum ersten Mal. Tief in Gedanken versunken, bemerkt sie erst nicht, daß er in der Bar des Hotels neben ihr am Tresen sitzt. Aus dem heißen One-Night-Stand wird die ganz große Liebe und Raphael ist von da an eine meiner stärksten Hauptfiguren

 

Marya

 

… „Wollen wir den Tag beginnen oder sollen wir wie verliebte Leute schmusend unter der Decke liegenbleiben?“, meinte er feixend und suchte tastend nach dem Zunder, um die Kerze zu entzünden.

„Du alter Juti jab!“, flüsterte sie lachend. „Dummkopf! Red doch nicht solchen Unsinn!“ Amanikhatashan setzte sich stöhnend auf, schlug das Leintuch beiseite.

„Soll ich dir helfen, Liebste?“

„Ach es ist das Kreuz, du weißt doch, bis ich da hochkomme. Laß nur, es wird gleich gehen.“

Mit Bedauern schaute er sie an. Die Mutter seiner Kinder! Die Frau, die mit ihm Höhen und Tiefen durchstanden hatte. Die Frau, die vier Kinder verloren, fünf Kinder großgezogen, ihre Schönheit den Schwangerschaften und dem gemeinsamen Leben geopfert hatte. Oh wie war sie alt geworden! Ihre schöne dunkle Haut, was ihn vor Jahren so begeistert in Bann gezogen hatte, faltig, ebenso das hübsche Gesicht. Wie eine schöne Blume war sie an seiner Seite im Laufe der glücklichen Jahre dahingewelkt.

„Ich sagte schon so oft“, meinte sie mit vorwurfsvollem Ton und zog sich das Leintuch über den fülligen Leib, „du sollst nicht mehr bei mir liegen! Ich will nicht, daß du mich so siehst! Bleib gefälligst drüben bei Shanakdakheto! Da hast du was zu gucken! Sie ist jung und hübsch und schlank. Schau mich doch nicht so an!“ …

 

Die göttliche Wut des Kriegsgottes hat Marya einst als Soldat Pharaos am eigenen Leib erfahren. Sehnsüchtig wünscht er seine draufgängerischen Jahre zurück, vermißt Abenteuer und Abwechslung. Dies bekommt er schneller als er denkt; im Anschluß an seine Geschichte gehts mit Bent in DER ZORN DES SETH auf große Fahrt.

 

Sara

 

… „Raphael! Hör auf zu träumen! Mach voran! Was willst du? Käse oder Marmelade?“

„Wurst!“

„Ich habe keine!“ Sara schmierte Butter auf sein Brot, klatschte einen Löffel von der selbstgekochten Erdbeermarmelade drauf, schnitt Schäfchen, rückte ihm den Becher Milch hin, stand auf, weil es unten klopfte, rief „Ist offen!“ durch das geöffnete Küchenfenster hinunter.

„Das Brot ist trocken, Mama!“

„Ich hab kein anderes!“ Sie spielte nervös mit den unzähligen langen Ketten um ihren Hals, polierte die große Sonnenbrille, setzte sie auf ihren Scheitel.

„Wenn du mir ne Mark gibst, renn ich schnell zum Bäcker!“

„Stell jetzt das Auto weg und iß!“

„Das schmeckt aber nicht!“, maulte er. Sie riß ihm das Spielzeugauto aus der Hand, rückte nachdrücklich den Teller vor ihn.

„Was machst du mit den Koffern?“

„Nichts!“

„Und die Schachteln da?“

„Iß!“

„Och nicht der Blödmann!“

Raphael!“  

 „Ich komme in Frieden, du güldenes Kind der Liebe!“ Toni trat salbungsvoll zu ihm, wuschelte ihm durch die blonden langen Locken. Raphael duckte sich schnell.

„Noch besser, du gingest in Frieden! Hau ab! Du stinkst!“ …

 

Die Geschichte um Sara und ihrem kleinen Jungen spielt zwischen 1963 und 1971 und es gibt sie auch in DAS GESETZ DER MAAT. Sara ist wie Raphael ab DIE BEIDEN HERRINNEN mit dabei

 

Parser

 

… Abrupt blieb Parser stehen. Schaute mit Entsetzen die Feuersbrunst, den hellodernden rot erleuchteten Nachhimmel, die unzähligen Leute, die mit Kübeln Wasser aus dem Kanal schöpften, verzweifelt versuchten, die Flammen zu löschen.

„Was ist hier passiert?“ Schon wollte er sich in das brennende Haus stürzen, von starken Armen zurückgehalten.

„Da könnt Ihr nichts mehr ausrichten, Herr! Wir versuchen das Schlimmste zu verhindern, bevor die Flammen auf die anderen Häuser übergreifen.“

„Kam jemand lebend heraus?“

„Nein! Es scheint alles zu spät! Aber wir sahen eine Frau weglaufen, taumelnd. Herr, da hinten, seht Ihr, durch die Flammen hindurch auf der anderen Seite. Ihr könnt dort nicht hin! Haltet ein! Das ist viel zu gefährlich!“ …

 

Parser erlebt diese Schreckensnacht in DER SCHWUR. Seine gnadenlose Rache vollendet er in DIE BEIDEN HERRINNEN. In DER KUSS DES TODES hat er noch einmal einen großen Auftritt

 

Bek

 

… Die Frau bemerkte ihn, hob den Kopf, strich sich mit einer eleganten Geste das Haar hinter die Ohren.

Nein!

Am liebsten wäre Bek rückwärts aus der Kammer gestolpert.

Dieses Gesicht!

Ein einziger Alptraum!

Eine zerstörte, verbrannte Fratze, grauenvoll anzusehen! Heruntergezogene Lider, Mundwinkel, die verbrannte, fleckige, grob vernarbte Haut auf Gesicht und Hals, die schönen schlanken Hände verkrümmt, entstellt …

Er stand da, starrte dieses alptraumhafte Monstrum, dieses Heju, an.

Und doch …

Dieses Gesicht würde er unter Millionen Gesichtern, unter Millionen Narben wiedererkennen! Ihm war völlig gleich, wie sie aussah! Er hatte sie endlich wiedergefunden! …

 

Bek ist von Anfang an in allen Bänden mit dabei, ist bereits in DER SCHWUR einer meiner liebsten Haupt-Protagonisten

 

Ahmed

 

… „Au-aaaaaah!“

„Hab ich dir nicht schon tausendmal verboten in diese Einfahrt zu kommen?“

„Ja, Sir, nein, Sir, aua Sir! Bitte nicht hauen, Sir!“

„Ich sollte auch den letzten Rest Verstand aus deinem dummen Hirn rausprügeln!“

„Bitte nicht! Lassen Sie doch mein Ohr los!“

„Was machst du denn schon wieder hier? Hast du kein Zuhause?“

„Natürlich hab ich ein Zuhause! Drüben!“

„Und warum bist du nicht in der Schule?“

„…“

„Warum kümmert sich keiner?“

Jeder kümmert sich!“

„Hast du Hunger?“

„Nein!“ Trotzig trat Ahmed einen Schritt zurück, aus der Reichweite der kräftigen Männerhand hinein in die Sicherheit der großen Blumenrabatte.

„Wirst du wohl da raus kommen!“

Ahmed machte einen weiteren Schritt rückwärts, weg von der vorschnellenden Hand des zürnenden Mannes und doch war er nicht schnell genug, knallte mit dem Rücken gegen die große Palme, fühlte sich gepackt, aus dem Beet gezogen, bekam in die zitternde Hand ein Päckchen aus Alufolie gedrückt, daraus ihn ein paar duftende, noch warme Falafel anlachten. …

 

Die Geschichte des jungen Bettlers Ahmed spielt in Luxor, überwiegend vor und im Hotel Winter Palace. Das Schicksal des pfiffigen kleinen heimatlosen Waisenjungen steht stellvertretend für die vielen wenig begüterten Menschen in Ägypten. Ahmed und Ibrahim, der ihm die Falafel gibt, sind ab DER SCHWUR dabei

 

Georg und Anna

 

… Er betrachtete sich im Rückspiegel, richtete die schmale Krawatte, fuhr sich noch einmal über den schicken neuen Haarschnitt, schnappte die Blumen vom Beifahrersitz, betrat leger den Vorgarten, sprang salopp locker die paar Stufen hoch, läutete an der Haustür.

„Hallo Anna!“

„Hallo!“

„Alles Gute zum Geburtstag.“ Mit einer lässigen Geste überreichte er ihr den riesigen Blumenstrauß, gab ihr höflich die Hand.

„Danke du Angeber! Hast du euer Lager geplündert? Größer gings wohl nicht mehr? Was machst du denn hier?“ Sie führte ihn in die große Küche, drückte ihm ein Glas in die Hand. „Geh schon mal durch.“

„Britzelwasser?“

„Champagner! Mann!“ Sie klatschte ihm eins in den Nacken.

„Autsch! Dein Vater hat mich als dein Tischherr eingeladen!“ Vorwitzig spähte Georg ins Wohnzimmer, „Was wird‘n das hier?“, flüsternd, „Dachte hier gibt's ne richtige Geburtstagsfete mit Leuten in unserem Alter und kein Mumientreffen!“ Er blieb im Flur stehen, linste nochmal in das große Wohn- Eßzimmer. …

 

Diese Geschichte war eine Herausforderung für mich! Spielt sie doch 1981, just zu dem Augenblick, da ich meinem Herrn Ranofer begegnete und hier und da dort, wo wir damals unsere Zeit verbrachten. Der fliederfarbene Hosenanzug mitsamt weißer Bluse ist nicht das einzige Zeitzeugnis, nicht die einzige Tatsache aus meinem eigenen Leben. Sie ist die persönlichste Geschichte aus FLAMMENDE HERZEN und natürlich sind Anna und Georgy von Anfang an in allen SACHMET-Geschichten dabei

 

Rahotep und die Göttin des Krieges

 

… Er griff in den kleinen Korb, den der Junge ihm hinhielt und holte zwei Kornblumensträußchen heraus. Die klemmte er Mondenschein und Sternenglanz unter den üppigen Stirnschmuck aus blau gefärbten Straußenfedern.

„Sieht das nicht wunderschön aus?“, bewunderte er sein Werk.

„Du nimmst mich wohl auf den Arm!“, erhitzte Neith sich, denn sie hatte das Gefühl, daß er sie ständig auslachte, aufzog und nicht ernst nahm. „Blumen als Schmuck für diese Gäu… Pferde! Das würden sie lieber fressen. Du spinnst doch!“

Er packte sie grob bei den Oberarmen und zog sie dicht zu sich heran: „Jetzt hör mir mal zu, du Backfisch. Sie liebt ihre Sesemet! Und ich liebe meine Königin und noch mehr ihre Rösser. Es ist ein kleiner Gefallen, den ich der Herrin erweise und dabei vergebe ich mir nichts!“ Unvermittelt küßte er Neith hart aber dennoch liebevoll. Empört befreite sie sich aus seinem Griff, wischte sich über den Mund, versuchte seine zärtliche Zunge, seine kosenden Lippen zu vergessen, „Was bildest du dir ein?“, schimpfend.

„Alles!“, hauchte er und küßte sie nochmals.

Bevor sie ihm wie gestern noch einmal ans Bein treten konnte, hob er sie hoch, stellte sie auf den Wagen, schwang sich hinterher, schnalzte mit der Zunge. In rasendem Galopp schossen die Rösser der Königin vorwärts, Neith, jegliche Etikette vergessend, kreischte wie wild. …

 

Ramses II. ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der Geschichte. Sein langes Leben, seine Taten und Bauten sind gigantisch, seine Gattin die Allerschönste! Und doch bietet der prächtige neue Palast von User Maat Re und Nefertari in Pi Ramesse nur die Bühne für die tragische Geschichte um Neith, Kammerfrau der Königin, und Rahotep, Pharaos Kedjen, sein Streitwagenfahrer

 

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