Anch, LebensschleifeAm Horizont der Sonne. Titel meiner Homepage, Titel meines RomansAnch, Lebensschleife

 

 

Die Flamme der VergeltungSachmet Flammende Herzen Die Flamme der Vergeltung


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Kurzgeschichten
2
. Auflage Januar 2022
ISBN: 9783752667547
130 Seiten, nur als E-Book erhältlich: 2,99 €
Flamme

Klappentext

Flammende Herzen!
Neun spannende Geschichten für meine geschätzten LeserInnen der Sachmet-Reihe, von mir aus einer völlig neuen Perspektive, nämlich der Sicht der Männer, erzählt! Neun Geschichten, mal frivol, mal tragisch, in denen sich alles um die Liebe dreht!  
Was tat Raphael eigentlich, kurz bevor er Anna im Winter Palace in der Bar begegnete? Jene verhängnisvolle Begegnung, die sein ganzes Leben künftig auf den Kopf stellen soll. Und wie kam der Soldat und Offizier Ranofer dazu, Wächter im Tempel der Isis zu werden? Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wo all die Helden herkommen? Was sie vorher gemacht haben? Wollten Sie immer schon wissen, was meine Protagonisten taten, bevor die eigentliche Geschichte beginnt?

Erfahren Sie hier, wie es dazu kam, daß Sara Anfang der 60ger Jahre des letzten Jahrhunderts, mit knapp sechzehn Jahren ein uneheliches Kind gebar! Verfolgen sie Alex‘ traurige Geschichte um den Mord an seiner Frau! Wie lernte Bek Bent kennen? Sind Sie dabei, wenn Georg und Anna heiraten. Sie wollen die ganze tragische Geschichte von Djehutimes hören? Erfahren, wie Marya von seiner schmerzvollen Vergangenheit eingeholt wird!?
Erleben Sie außerdem hautnah den brutalen Überfall von Amenhotep Sa Hapu auf Bents Haus mit und erfahren Sie, was Parser überhaupt mit der ganzen Sache zu tun hat!

Neun Appetithäppchen die Lust auf mehr machen! Neun Geschichten für meine Leser, die einfach mehr von der exotischen Welt, in der Bent lebt, wissen wollen!


Leseprobe


Ranofer und Samut

 

... „Hast du jemals eine ehrlich geliebt?“, fragte Samut auf der kurzen Überfahrt nach Yabu. „Dich auf eine festgelegt?“

„Die Welt ist voll schöner Frauen, Junge. Warum bei einer bleiben?“

„Wenn mir die Richtige über den Weg läuft, mach ich mit dem Soldatenleben ein für alle Mal Schluß!“

„Das kannst du mir doch nicht antun, du Stinker!“

„Du bist viel zu alt für so einen Blödsinn! Wie alt bist du? Zwanzig? Wird Zeit, daß du dir eine suchst.“

„Neunzehn. Und du? Bist auch kein Kind von Traurigkeit!“

„Ich übertreib‘s aber nicht so wie du!“

„Ahaneith schleppt laufend welche an, die ich ehelichen soll. Meine Fresse, eine hübscher als die andere. Ein unerschöpflicher Quell … ich hab da so mein Lieblingsplätzchen im Garten …“

„Du bist echt ein Ferkel!“

„Willst du mir jetzt was von wegen Sittlichkeit erzählen?“

„Nein!“, brauste Samut auf. „Von Anstand! Wie kannst du deine Tante so hintergehen? Irgendwann kommt das raus, irgendwann hast du eins der Mädchen geschwängert, und dann?“

Ranofer zuckte lässig mit den Schultern. „Was soll’s.“

„Irgendwann, Ranofer, erwischt dich ein Ehemann, ein Liebhaber. Was dann? Zerrt dich vor Gericht oder Schlimmeres! Geh wenigstens zu einer Hure!“

„Ich bezahl auch noch für Liebe, du Idiot! Eh ich zu einer Hure gehe fließt Iteru in die andere Richtung! Komm, wir müssen aussteigen.“

 

 „Ihr sollt sofort zum Tjah Serut kommen!“, befahl der Wachhabende.

„Uih!“, scherzte Ranofer.

„Er duldet kein Säumen, Herr Offizier!“

Schweigend stand Ranofer ein paar Augenblicke später bei Chaba in der Kommandantur. Samut, nach dem Empfang einer gehörigen Strafpredigt wegen ihres Zuspätkommens längst hinausgeschickt.

„Rühr dich!“

„Onkel, laß dir doch erklär…“

„Schweig!“

Ranofer biß die Zähne zusammen, betrachtete seinen Vorgesetzten, suchte vergebens den liebenden Onkel, den Vaterersatz, fand nur den unerbittlichen strengen Kommandanten der Garnison von Yabu.

„Hundert Mann“, polterte der nun, „Hundert aus jeder Garnison werden zu den Waffen gerufen! In Mannschaften zu je fünfundzwanzig. Vier Offiziere!“

„Spähtrupps?“, erlaubte sich Ranofer zu fragen.

„Schweig!“ Chaba baute sich vor ihm auf, blähte sich auf, machte sich größer als er ohnehin war, barst beinahe vor Zorn. Ranofer kam sich plötzlich richtig klein vor, obwohl er mehr als dreieinhalb Ellen lang war. Größer und stärker als jeder andere Kerl hier. Selbst wie der wuchtige Chaba. Und so wie Chaba zu sein hatte er sich immer gewünscht. Hart, aber gerecht. Wohlwollend, solang man ihn nicht auszunutzen versuchte, ehrlich und anständig. Ranofer hoffte, daß er wenigstens etwas vom Onkel, dem Bruder seiner Mut, vererbt bekommen hatte und nicht nur die gute Laune, den Schneid und die Frechheit die ihm sein ihm unbekannter Vater vermacht hatte.

„Wenn Iteru sich zu Hapi gewandelt hat“, grollte Chaba, „wenn das Wasser steigt geht es los. Hundert von meinen Männern! Wie soll ich die Garnison verteidigen käme es zum äußersten? Schon morgen werden die ersten Kriegsschiffe aus dem Norden und aus Uaset kommen. Wenn der Fluß genügend Wasser führt werden sie sich auf den Weg machen. Auf den Weg durch die Katarakte! Auf den Weg nach Buhen! Und du wirst mit an Bord sein!“

Ranofer spürte wie ihm sämtliches Blut aus dem Gesicht wich. Mit Mühe versuchte er Haltung zu bewahren.

„Deine schöne Zeit hier ist vorbei, Ranofer. Wie lange dachtest du, schaue ich noch tatenlos zu? Versuchst du irgendeine Verantwortung zu übernehmen? Versuchst du ein Vorbild zu sein? Nein! Schweig! Du frönst deinem Spaß! Huldigst dem süßen Leben! Ich finde dich in Schenken! Du hurst herum! Ich hätte dich niemals zum Offizier ernennen dürfen! Niemals!“

„Tut mir leid, Onkel!“

„Schau mich nicht so an!“

„Ja, Onkel!“

„Glaubst mit deinem Blick alle um den Finger wickeln zu können! Glaubst mit deinem hübschen Gesicht öffneten sich dir alle Türen!“, brüllte der Tjah Serut. „Und wenn auch Ahaneith mich für den Rest meines Lebens verfluchen wird, das ich ihr den Jungen, den sie wie einen eigenen Sohn liebt, wegnehme, du ziehst in den Krieg!“

„Ja, Kommandant!“ Ranofer stiegen tatsächlich Tränen in die Augen.

Buhen!

Verdammt!

Das war kein beileibe Spaß mehr! ...

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