Anch, LebensschleifeAm Horizont der Sonne. Titel meiner Homepage, Titel meines RomansAnch, Lebensschleife

Die Flamme der VergeltungSachmet Flammende HerzenDie Flamme der Vergeltung



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1. Auflage Februar 2021
ISBN: 9783752667547
130 Seiten, nur als E-Book erhältlich: 3,49 €


Flammende Herzen!

Neun spannende Geschichten für meine geschätzten LeserInnen der Sachmet-Reihe, von mir aus einer völlig neuen Perspektive, nämlich der Sicht der Männer, erzählt! Neun Geschichten, mal frivol, mal tragisch, in denen sich alles um die Liebe dreht!  
Was tat Raphael eigentlich, kurz bevor er Anna im Winter Palace in der Bar begegnete? Jene verhängnisvolle Begegnung, die sein ganzes Leben künftig auf den Kopf stellen soll. Und wie kam der Soldat und Offizier Ranofer dazu, Wächter im Tempel der Isis zu werden? Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wo all die Helden herkommen? Was sie vorher gemacht haben? Wollten Sie immer schon wissen, was meine Protagonisten taten, bevor die eigentliche Geschichte beginnt?

Erfahren Sie hier, wie es dazu kam, daß Sara Anfang der 60ger Jahre des letzten Jahrhunderts, mit knapp sechzehn Jahren ein uneheliches Kind gebar! Verfolgen sie Alex‘ traurige Geschichte um den Mord an seiner Frau! Wie lernte Bek Bent kennen? Sind Sie dabei, wenn Georg und Anna heiraten. Sie wollen die ganze tragische Geschichte von Djehutimes hören? Erfahren, wie Marya von seiner schmerzvollen Vergangenheit eingeholt wird!
Erleben Sie außerdem hautnah den brutalen Überfall von Amenhotep Sa Hapu auf Bents Haus mit und erfahren Sie, was Parser überhaupt mit der ganzen Sache zu tun hat!

Neun Appetithäppchen die Lust auf mehr machen! Neun Geschichten für meine Leser, die einfach mehr von der exotischen Welt, in der Bent lebt, wissen wollen!

Anch, Lebensschleife

Leseprobe:

Amenhotep Sa Hapu, Parser und Nefertem

 

„Wo sind wir hier?“ Amenhotep schaute sich um, nachdem er aus dem Tragsessel gestiegen war, fand sich auf einem kleinen, belebten Platz wieder.

Niut Resit? Südliche Stadt?“, lästerte Parser. „Kennst du dich sowenig hier aus, seit du so vornehm geworden bist?“

„Wo sind die anderen?“

„Sie werden schon nachgestolpert kommen. Wenn sie auch so blöd sind und wegen dem Schönen Fest der Trunkenheit gleich zwei übervolle Fähren verpaßt haben. Alles ist auf den Beinen, jeder will sich heute besaufen.“

„Verschwindet!“ Amenhotep trat einem der gemieteten Träger in den Hintern. „Macht euch ab!“ Er griff Parser an den bunten Perlenkragen am Hals. „Das ist beileibe nicht der Tempel der liebreizenden Bastet! Wo sind wir hier?“ Er ließ sich auf einer niedrigen Mauer nieder, die einen Abwasserkanal einfaßte, schaute sich um. Offensichtlich ein kleiner Marktplatz, denn da standen ein paar Buden und Zelte. Die Händler machten gerade alles dicht, die Nacht senkte sich bald herab. An einem Haus weiter südlich flackerten bereits zwei Laternen am Eingang. Und was für ein Eingang! Er hob sich gewaltig von den einfachen Häusern ringsum ab. Eine bunt bemalte Hohlkehle, von zwei ebenso verzierten prächtigen Säulen gestützt, umrahmte den Einlaß. Davor ein Kerl, so groß, schwarz, dick und wuchtig wie einer jener seltenen Affen, von denen die nubischen Gesandten erzählten.

„Er steht immer da, Amenhotep. Leg dich besser nicht mit ihm an!“

„Und warum sollte ich mich mit einem dahergelaufenen Ta Seti anlegen?“

„Er ist ihr Beschützer, wie man hört.“

„Wie man hört. So, so. Scheinst öfter hier zu verkehren.“

„Ich hörte davon. Will mich heute selbst von ihrem Ruf überzeugen. Es soll das beste Hurenhaus in ganz Uaset sein!“

„Dann muß da drin ja einiges geboten werden.“

„Ich hörte von Tänzerinnen, Musikerinnen, und einer Herrin, die…“ Parser grinste schamlos, warf das lange Haar seiner aufwendigen Perücke über die Schulter, so heftig, daß die eingefädelten Perlen klickten.

„Die was?“

„Sie soll mit einer Peitsche herumlaufen!“

„Uih!“ Amenhotep pfiff durch die Zähne. „Das ist wirklich mal was außergewöhnliches. Schlägt sie damit zu?“

Parser zuckte mit den Schultern, „Wir werden’s herausfinden. Wenn die anderen endlich mal voran machen! Wie lange sollen wir noch auf diese Trottel warten?“

Amenhotep betrachtete seinen neuen Freund ausgiebig. Was für ein schneidiger Kerl. Noch hübscher als er selbst war. Vor dem müssen sich die Weiber da drin aber in acht nehmen. Wo kam der nur auf einmal her? Ging am Hofe ein und aus, kam und verschwand, wie es ihm beliebte. Und doch, er war ein feiner Mann, vornehm, gebildet, extravagant, in seiner Aufmachung ein wenig gewaltig überspannt. Und reich, wahnsinnig reich. Amenhotep musterte ausgiebig Parsers langen, gefältelten Rock, das schicke Hemd, den wertvollen Kragen mit blau schimmernden Perlen aus Tjehenet und die vielen auffälligen Ringe an seinen Fingern. Eitler Fatzke! Aber offensichtlich einer mit Einfluß, einer den man sich zum Freund machen sollte. Als Feind wäre er unberechenbar! „Wer bist du überhaupt?“

„Ich?“, foppte Parser ausgelassen. „Einer von Pharaos höchsten und bestbezahltesten Beamten.“

„Ich dachte immer, das bin ich“, feixte Amenhotep zurück.

„Was macht der Ipet Resit, kommt ihr voran?“

„Bestens! Und sein Haus der Millionen Jahre macht Fortschritte! Die Statue, die ich für ihn baue, wird die größte und schönste, die je gebaut wurde!“

„Übernimm dich da mal nicht! Da vorne kommt das feine Bürgermeistersöhnchen!“

„Das wird aber auch Zeit! Die anderen gleich in seinem Schlepptau. Sie haben schon ordentlich gesoffen, was meinst du? Das wird ein Abend ganz nach meinem Geschmack!“

 

„Was gaffst du so, du dreckiger Nubier? Gib den Weg frei!“

Der alte, wuchtige Mann machte sich noch breiter, faßte an das Krummschwert an seinem Gürtel. „Das meine Tür! Ich lasse nur ein, wenn die Herren sich benehmen! Soll ich die Stadtwache rufen?“

„Nicht doch, Opa, war nicht so gemeint. Und wir benehmen uns. Laß uns schon rein. Wird das genügen, o Herr und Meister der Türschwelle?“ Amenhotep zeigte dem Schwarzen einen vollen Beutel mit Schenati und Kite, drückte ihm ein paar Stücke in die Hand. Offensichtlich nicht ganz besänftigt ließ der grimmige Wächter sie dennoch ein.

„Nicht zu fassen!“, staunte Parser beeindruckt, nachdem sie das vornehme Haus betreten hatten. Sie fanden sich in einer wunderschönen Halle wieder, die Wände mit Malereien nackter Mädchen geschmückt, die Decke von Säulen gestützt. Vorhänge wehten im Abendwind, von Troddeln gehalten, Diwane, aus feinstem, schwarzen Ebenholz, voll mit weichen Kissen und Decken, Tische aus dem Holz der Libanonzeder, mit Elfenbein verziert. In feinen Alabasterlampen flackerten wohlriechende Kerzen. Bester Weihrauch wurde verbrannt, hüllte den Raum in betörenden Duft. Bildhübsche Mädchen, Lotosblüten im Haar, spielten Laute, Harfe und Flöte, andere tanzten aufreizend zu den lieblichen Melodien. Fast nackt, in durchscheinende wallende Gewänder gehüllt.

„Das ist ja hier feiner als bei Men! Selbst der Onkel wohnt nicht so schick!“

„Soso, bei deinem Onkel wird in der Wohnhalle in aller Öffentlichkeit gefickt? Jetzt sieh dir diese Schweine an! Die zwei da können sich ja überhaupt nicht beherrschen!“

„Zum Anspornen gerade richtig!“

„Da könntest du gerade mitmischen, was Amenhotep!“, gackerte der Sohn des Bürgermeisters aufgekratzt. „Was für heiße Katzen! Da such ich mir doch gleich die Schönste aus!“

Mindestens zehn Damen warteten schmachtend auf die Draufgänger, umringten sie, begrüßten sie mit Küssen. Eine süßer als die andere!

Amenhotep holte aus seinem schweren Beutel ein paar der Deben, zeigte sie seiner Begleitung. „Was denkst du, meine Süße. Bekommen wir dafür das Beste, was dieses Haus zu bieten hat? Wein? Was Gutes zu essen? Und darüber hinaus noch vieles mehr?“

Sie lachte lauthals, zog ihn zur Tür, machte Anstalten ihn hinausbegleiten zu wollen. „Dafür“, gurrte sie lachend, „bekommst du nicht mehr als meinen Abschiedskuß!“

„Das ist mehr als ein einfacher Arbeiter im Monat Lohn bekommt!“

„Seh ich aus wie ein einfacher Arbeiter?“, schäkerte sie, stemmte die Hand in die Hüfte streckte ihm den entzückenden Busen entgegen. Er kramte noch ein paar Stücke aus.

„Oh!“, sie machte ihm einen entzückenden Kußmund, legte die Arme um seinen Hals, „Das reicht immerhin für den Wein! Bester Irep Maa, mein Herr“, säuselnd. Ihre Hand wanderte forsch zwischen seine Beine. „Legt noch ein bißchen drauf, und wir kommen ins Geschäft! Mit dir würde ich gerne ein paar Becher genießen.“

„Weißt du was? Ich geb dir den ganzen Beutel! Ich geb dir was ich habe. Ich will dafür alles, die ganze Nacht lang!“

Sie lugte vorwitzig in den Beutel, „Darüber läßt sich nicht mehr verhandeln, mein Schöner!“, gurrend, ihn an einen Tisch ziehend, auf den Diwan drückend, den Beutel einsteckend. „Du wirst dich noch ein bißchen gedulden müssen, Süßer. Ich bin gleich ganz für dich da!“...

 

 

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Alleiniges Copyright © Katharina Remy
 

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