Anch, LebensschleifeAm Horizont der Sonne. Titel meiner Homepage, Titel meines RomansAnch, Lebensschleife

 


Wie Bent zum Leben erwachte 

Die Infos zu dem neuen Band stehen weiter unten - einfach ein bißchen scrollen!

Bents Geschichte /Die Geschichte von Sahu-Re

 

beruht eigentlich auf einem Zufall. Sie taucht erstmals im Jahr 2000 in „Am Horizont der Sonne“ auf. Da brauchte ich eine undurchsichtige, etwas unheimlich wirkende Person, die dem jungen Pharao ein wenig den Kopf zurechtrückt und ihm ein Orakel verkündet. Also zog ich mir die Figur der Bent/Sahu-Re kurzerhand aus den Fingern, umgab sie mit einem düsteren Flair, ließ sie ein paar dämonische Sätze sagen und dann verschwand sie aus meinem Bewußtsein.

Erst Jahre später fiel mir ein, daß ich da den Grundstein für eine interessante Figur gelegt habe und versuchte mich daran, ihr ein eigenes Leben zu schreiben.

 

Bents Herkunft liegt im Dunkeln. Aufgewachsen in den Slums jenseits der schillernden Hauptstadt, in erbärmlichem Elend, arm wie eine Kirchenmaus, hat sie das Glück als Küchenmagd in ein vornehmes Haus zu kommen. Dort trifft sie Bek, den Sohn des Hauses, der froh ist, dieses einfache Mädchen zu treffen. Denn die Mädchen aus der Oberschicht, mit denen er normalerweise verkehrt, sind ihm zu aufgeblasen. Und es kommt, was kommen muß, wenn zwei Teenager sich treffen und Zeit miteinander verbringen… Bek verliebt sich Hals über Kopf in die resolute Bent, findet sie cool, draufgängerisch, alles das, was er – der liebe, brave Junge, selbst nicht ist.

Aber Bent trifft auch auf seinen Cousin. Und das ist eine Drecksau. Ein Mobber wie er im Buche steht. Einer, der kleine Kinder schubst, einer der weiß, wie man sich aus allen Affären rauszieht, einer der gerne Untergebene quält… Diese Art von Schweinen gibt und gab es zu allen Zeiten! „Ey, du Opfer!“ Genau so einer! Und er treibt es auf die Spitze. Als er Bent zufällig alleine antrifft, vergewaltigt er sie. Mehr an Demütigung geht kaum noch, denkt man.

Und „Ey, du Opfer!“ zieht sich von da an durch Bents Leben. Diese Tat verändert alles im Leben der Zwölfjährigen, denn zu allem Elend wird sie schwanger von dieser Vergewaltigung, läßt abtreiben und landet deswegen im Tempel der Bastet. Mittel- und Heimatlos entschließt sie sich zu bleiben, schließt sich den Huren an, die im Tempel diesem Beruf nachgehen.

Jahre später begegnet ihr der Cousin abermals. Sie hat es geschafft, betreibt ein eigenes Hurenhaus, lebt in gediegenem Wohlstand, hat ihr Leben im Griff. Und dann taucht der Drecksack unverhofft dort auf. Zusammen mit seinen Saufkumpanen eskaliert die Situation, die darin gipfelt, daß ihr Haus abgefackelt wird und Bent schwerverletzt in den Tempel der Isis gebracht wird.

Erst dort widerfährt ihr die Gnade der Göttin Isis, sie wird geheilt, durch magische Kraft (denn es ist ja schließlich auch ein klein wenig ein Fantasy-Roman) erhält sie letztendlich den Posten der Hohepriesterin des Hauses. Unter dem Namen Sahu-Re versucht sie, das alte Haus am laufen zu halten, versucht, dessen Bewohnerinnen/Priesterinnen gerecht zu werden. Was auf Grund ihrer Vorgeschichte nicht immer einfach ist…

Potential für jede Menge guter gute Nacht-Geschichten!

Und ihre Lebensgeschichte, in diesem Stil, mit diesen alltäglichen Worten niedergeschrieben, liest sich für mich ziemlich seltsam… In meinen Romanen, die schließlich vor gut 3300 Jahren in Ägypten spielen, kämen niemals Worte wie Slum, cool, Kirchenmaus, Oberschicht oder Teenager vor. Es sei denn ich wechsle in den Bereich der Anna gehört.

 

Denn umrahmt wird meine altägyptische Geschichte von Anfang an von der Story über eine junge Archäologin, die in Luxor/Westbank tätig ist, eine Statue von Bent findet und von unheimlichen Träumen geplagt wird.

Anna!

Und was Anna im Laufe der Zeit erlebt, entwickelte plötzlich ein Eigenleben!

Im Oktober 2019 fand ich, es sei Zeit, Bents Geschichte weiterzuerzählen. Ich begann „Sachmet Die beiden Herrinnen“ zu schreiben. Es war Zeit für Neues, für Veränderungen, und beim Schreiben, beim Entwickeln des Plots, beim Erinnern an meine alten Figuren, bemerkte ich, daß ich mir vor knapp zwanzig Jahren eine Steilvorlage hingelegt hatte, die gewaltiges Potential hat… Anna und ihre Story bekommen nun die Hälfte des Buches und dem Leser (genau wie mir) wird klar, daß das Leben vor 3300 Jahren nicht einfach endete…


Anna, die zweite Heldin aus den Sachmet-Romanen




Der neue Sachmet-Band

Neue Charaktere! Eine neue Umgebung! Ob das reicht um einen weiteren phantastischen Sachmet-Band zum Leben zu erwecken?
Anna versucht mit Raphael in Saarbrücken eine ruhige Zeit zu verbringen, aber das gelingt nur mäßig. Nach wie vor ist er von Rachegelüsten beseelt, wünscht sich nichts sehnlicher, als schnellstens nach Ägypten zurückzukehren. Und Anna? Geplagt von den Erinnerungen der Vergangenheit, findet sie ebenfalls keine Ruhe. Georgs Auftauchen macht die Sache nicht unbedingt leichter...

Und Bent?
Sie trauert nach wie vor um Ranofer, hat ihn lange nicht gesehen, bis die zufällige Begegnung mit einem Fremden sie zu ihm hintreibt. Und das veranlaßt Bent zu einer aberwitzigen Reise. Von Uaset bis hinunter in das entfernte Swenu führt sie ihr Weg und sie lernt Kemet, das Schwarze Land, auf eine völlig neue Weise kennen. Am Ende ihrer Fahrt findet sie tatsächlich wonach sie nie gesucht hatte. Und in einer Reihe von aufregenden Tagen setzt sie sich mutig mit ihrer Vergangenheit auseinander. Zurück in Uaset entfesselt sie ein blutiges Inferno der Rache, ein Gottesurteil wird gefällt und für Bent ist nichts mehr wie es war.

Kehren wir noch einmal zurück in die Gegenwart... Nach Ägypten im Jahr 2011. Anna hat ein neues Betätigungsfeld,
Kom el Hettan ist nicht mehr ihr Ausgrabungsort. Sie soll in Deir el Medine tätig werden, jenem Ort, wo sie einst in der Felsenkammer die Statue gefunden hat... jener Ort, an dem sie vier Monate zuvor etwas unaussprechlich Grausames getan hatte, jener Ort, der verflucht ist...


Dieses Bild schickte mir Elke Bassler während ich am Schreiben war. Es hat mich dermaßen angerührt, mir so gut gefallen, daß ich ihr versprach, dieser Szene im Buch eine ganze Sequenz zu widmen. All die Jahre hat Elke mit ihren Bildern mir beigestanden, mir es ermöglicht, die schönsten Cover zu gestalten. Da ist es nur recht, wenn ich ihr zum Dank eine Szene im Buch widme!
Danke liebe Elke für deine jahrelange liebevolle Unterstützung!









Die Titel "Am Horizont der Sonne", "Deshret Rote Erde", alle "Sachmet"- Bände , die Leseproben daraus und die Coverabbildungen sind urheberrechtlich geschützt!
Alleiniges Copyright © Katharina Remy  © Elke Bassler

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